Teil II: Leseverstehen / Texte
3. SOZIALE MEDIEN
Mehr Stress wegen Twitter, Facebook und Co?
http://www.spektrum.de/news/mehr-stress-wegen-twitter-facebook-und-co/1327757
Aufgabe: Setzen Sie das passende Wort in die Lücken ein
Ständige Erreichbarkeit empfinden[i] manche als ärgerlich und stressig - für andere ist es ein Glück, mit Freunden über Internet und Co. leichter Kontakt (1) zu können. Erhöhen[ii] oder senken[iii] soziale Medien also sozialen Stress?
von Jan Osterkamp
Nutzen und Nachteile der neuen sozialen Medien für die Psyche sind unter Wissenschaftlern ein Streitthema: Viele (2) sich, dass mit Facebook, Twitter und Co auch der Druck auf den Einzelnen zunimmt, die neuen Möglichkeiten möglichst (3) benutzen zu müssen. Dass man immer und überall erreichbar sein muss, erhöhe damit den sozialen und kommunikativen Stress und könne für (4) sorgen. Ein Team von Sozialwissenschaftlern möchte in diesem Punkt nun gerne Entwarnung[iv] geben: Sie kommen zu dem (5), dass auch Dauernutzer nicht leiden[v] – und Frauen, die über Netzwerke mit anderen im Austausch stehen, sogar weniger Stresssymptome als der (6) zeigen.
Die Demografen vom Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center hatten 1800 US-Amerikaner befragt, ihre Mediennutzung analysiert und nach dem Perceived Stress Scale (PSS) eingestuft[vi], wie hoch die individuelle (7) ist. Insgesamt zeigten sich dabei am Ende keine statistisch relevanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen oder den gut[vii] 1000 Nutzern von sozialen Netzwerken und den knapp[viii] 800 ohne solche Accounts.
Dieses Ergebnis war überraschend, denn man hatte einen Unterschied allein schon deshalb zu erwartet, weil der Einzelne ja mit zunehmender Kommunikation und Information auch von mehr belastenden Ereignissen[ix] (8): Wie die Forscher herausfanden, erfahren die Nutzer über Facebook und Co zwischen 8 und 13 Prozent häufiger von belastenden Ereignissen wie Todesfällen oder Trennungen in ihrem weiteren (9), was den eigenen Stress erhöhen könnte. 10) war als Einzelergebnis, dass Frauen, die mehrmals täglich auf Twitter kommunizieren, Fotos teilen und viele E-Mails bekommen, tatsächlich im Vergleich zum Durchschnitt ein um 21 Prozent reduziertes persönliches Stressniveau erreichten.
"Die von uns erhobenen Daten[x] (11) keinerlei Hinweis darauf, dass die Nutzer der neuen digitalen Medien stärker gestresst sind als andere", (12) Studienleiter Keith Hampton von der Rutgers University zusammen.
a) halten b) suchen c) machen
a) sorgen b) fragen c) kümmern
a) stehend b) ständig c) zuständig
a) Überlastung b) Entlastung c) Unterlastung
a) Erkenntnis b) Ereignis c) Ergebnis
a) Abschnitt b) Durchschnitt c) Mittelschnitt
a) Leiden b) Belastung c) Stressempfinden
a) erfährt b) informiert c) kennenlernt
a) Umfeld b) Umgebung c) Gebiet
a) Zufällig b) Auffällig c) Anfällig
a) zeigen b) bringen c) liefern
a) hält b) fasst c) erklärt
[i] empfinden = fühlen, wahrnehmen; z.B. Ich empfinde die Sonne als angenehm.
[ii] erhöhen = höher machen; Der Geschäftsmann erhöht die Preise
[iii] senken = niedriger machen; Der Vermieter senkt die Miete, aber: die Miete sinkt.(!)
[iv] Entwarnung: Beendigung einer Warnung, eines Alarms. Gegenteil: e Warnung; Verb: warnen vor + Dat.
[v] leiden (+ an) / (+ unter): es geht jdm. schlecht; z.B.: Er leidet an Diabetes (Krankheit). Sie leidet unter dem Stress (Situation).
[vi] einstufen: etw. /jdn. einordnen; z.B. Die Studenten werden nach einem Einstufungstest in verschiedene Gruppen eingeteilt.
[vii] gut: hier etwas mehr als..
[viii] knapp: etwas weniger als
[ix] Ereignis -se: eine besondere Situation;
[x] Daten erheben: Daten/Informationen sammeln und analysieren für eine Statistik;